Institut für integrale Gesprächs- und Focusingtherapie

Focusing: Fürsorgliche Selbstbesinnung, Achtsamkeit und Empathie

Focusing betont die Autonomie und Freiheit und fördert die in jedem Menschen vorhandene Fähigkeit der Selbstaktualisierung.  In schöpferischem Selbsterkunden werden Sprache, bildhaftes Erleben, Denken, Fühlen und Handeln im unmittelbaren Erleben aufeinander bezogen. Dabei wird in achtsamer Weise Bezug genommen  auf ein tiefes, auch körperlich spürbares Bedeutungsempfinden.
Focusing zentriert die Aufmerksamkeit auf das, was der nächste Schritt ist, der notwendig ist, dass sich das entwickeln kann, was sich im Moment mit erster Priorität meldet.

Focusing basiert auf den Grundhaltungen der klientenzentrierten Psychologie von Carl Rogers: Echtheit (Authentizität), Empathie und Akzeptanz:

Achtsamkeit und Authentizität: Der Übergang von der Außenwahrnehmung zur Innenwahrnehmung hat manchmal etwas Ungewisses – Märchen und Mythen haben dafür zahlreiche Bilder gefunden. Doch Focusing hilft dabei, ein waches und authentischen Bewusstwerden zuzulassen und uns selbst und andere damit besser und tiefer zu verstehen.

Empathie ist die Bereitschaft, sich in andere und uns selbst mitfühlend hineinversetzen zu können. Ein wichtiges Element dabei ist das Nicht-Werten – das ein Einlassen auf die eigenen Emotionen und auf die anderer Menschen ermöglicht. Das heißt nicht, dass wir keine Präferenzen haben oder alles akzeptieren sollten. Wir sollten nur offen bleiben für korrigierende, heilsame neue Erfahrungen. Mitgefühl ist immer verbunden mit Akzeptanz – einer wertschätzenden Anerkennung der tatsächlichen Befindlichkeit.